Kundenstory
„Nur noch zwei bis drei Minuten“
Wie SchwörerHaus KI-Visualisierung in Architekturabteilung und Bauberatung einsetzt – und wie aus einem Kennenlernen bei Groundbreakers eine Innovationspartnerschaft wurde.

Katrin Richter
Architekturabteilung, SchwörerHaus
BisherMit VisioPlanIn diesem Interview spricht Philipp Lin von Groundbreakers mit Kevin Fechner, dem CEO des PropTech-Start-ups VisioPlan, und Katrin Richter aus der Architekturabteilung des renommierten Fertighausherstellers SchwörerHaus. Sie geben spannende Einblicke, wie aus einem ersten Kennenlernen eine enge Innovationspartnerschaft wurde und wie KI-gestützte Rendering-Software die Immobilienvermarktung und den Vertrieb von Bauprojekten nachhaltig verändert.
„Diese anfängliche Skepsis legte sich extrem schnell“
Wie hat eure gemeinsame Reise eigentlich begonnen?
Kevin Fechner: Das startete auf einem Event von Groundbreakers. Dort kam ich mit Jochen Renner ins Gespräch, dem Werksleiter des Hauptwerks von SchwörerHaus in Hohenstein. Ich habe ihm von unserer KI-Lösung erzählt, mit der man aus CAD-Modellen oder Grundrissen mit wenigen Klicks fotorealistische Architekturvisualisierungen erstellen kann. Er hat direkt das Potenzial für den Vertrieb erkannt und wir haben einen Termin vereinbart.
Katrin, wie sah das aus eurer Perspektive bei SchwörerHaus aus?
Katrin Richter: Jochen Renner kam nach dem Event zu uns in die Architekturabteilung und bat uns, uns dieses ConTech-Startup einmal anzusehen. Wir waren anfangs recht skeptisch und dachten, das sei wieder so ein Unternehmen, das uns irgendetwas Unnötiges verkaufen will. Aber wir haben uns auf einen Termin eingelassen, und diese anfängliche Skepsis legte sich extrem schnell, als wir sahen, wie einfach und gut das KI-Rendering funktioniert.
Wie genau lief dieser erste Demo-Termin ab?
Kevin Fechner: In unserem Demo-Call habe ich direkt ein CAD-Modell von SchwörerHaus genommen und live vor den Augen der Verantwortlichen durch unsere KI gerendert. So konnten wir sofort zeigen, wie ihre Fertighäuser in der digitalen Immobilienvermarktung oder in Kundengesprächen aussehen könnten. Im Anschluss haben wir der Abteilung Testzugänge mit einem Credit-System für unsere Rechenleistung zur Verfügung gestellt, damit sie die Plattform ausführlich prüfen konnten.
„Immer die richtigen Bauprodukte am 3D-Modell“
Seid ihr nach der Testphase direkt in die Vollversion gewechselt und wie nutzt ihr das PropTech-Tool heute?
Katrin Richter: Ja, genau. Wir arbeiten in unserer Architekturabteilung mittlerweile an drei Arbeitsplätzen mit der KI-Software, beispielsweise um neue Prospekte für Mehrfamilienhäuser oder Online-Veröffentlichungen zu entwerfen. Außerdem bieten wir das System unseren Bauberatern und Architekten an, damit sie es direkt in der Immobilienvermarktung und Beratung mit ihren Kunden nutzen können.
Kevin Fechner: Für die Bauberater von SchwörerHaus haben wir zudem eine Besonderheit entwickelt. Da die Berater deutschlandweit verteilt sind und oft wie selbstständige Unternehmer agieren, kaufen sie ihre eigenen Lizenzen bei uns. Wir haben aber eine geteilte Bibliothek programmiert, sodass alle auf die originalen Materialien und Bauteile von SchwörerHaus zugreifen können. So sind am Ende immer die richtigen Bauprodukte am 3D-Modell visualisiert.
„Täuschend echt“
Was macht das KI-Rendering von VisioPlan besser als eure bisherigen Lösungen, Katrin?
Katrin Richter: Es ist vor allem die unglaubliche Geschwindigkeit und die Bildqualität. Bisher brauchten wir teure High-End-Rechner, die für ein einziges Rendering gut und gerne eine Stunde Rechenleistung in Anspruch nahmen. Da das PropTech-Tool von VisioPlan cloudbasiert ist, dauert ein Rendering jetzt nur noch zwei bis drei Minuten. Zudem sehen die Bilder nun wirklich täuschend echt aus. Bei unseren alten Programmen sah man immer kleine Fehler, etwa dass der Rasen nicht sauber in die Terrasse überging. Jetzt sind die Bilder so realistisch, dass wir dort, wo es der EU AI Act vorschreibt, Wasserzeichen einfügen, um darauf hinzuweisen, dass es sich um KI-generierte Visualisierungen handelt. Die Kunden sind absolut begeistert, wenn sie ihr zukünftiges Haus so realitätsnah sehen.
BisherMit VisioPlan„Wirklich Gold wert“
Eure Zusammenarbeit klingt sehr agil. Wie empfindet ihr die Arbeit mit einem schnelllebigen Start-up im Vergleich zu klassischen Software-Anbietern?
Katrin Richter: Es ist fantastisch. Kürzlich brauchte unsere Werbeabteilung für ein Prospekt Bilder in einer deutlich höheren Auflösung. Ich habe Kevin gefragt, ob man die Bilder nicht einfach „hochrendern“ könne. Kaum einen Tag später meldete er sich und hatte eine Upscale-Funktion in die Software integriert. Jemanden an der Hand zu haben, der derart schnell mitdenkt und Lösungen findet, ist in unserer Branche wirklich Gold wert.
Kevin Fechner: Solches Kundenfeedback ist für uns das Wichtigste überhaupt. Wir betrachten das nicht als nervige Tickets, sondern als wertvolle Informationen, um unsere KI-Lösung so zu bauen, dass sie sich optimal in die Prozesse der Nutzer integriert und ihnen Spaß macht. Auf Basis dieses Feedbacks bringen wir ständig neue Updates heraus, aktuell beispielsweise starke Verbesserungen bei der 3D-Grundrissvisualisierung, um Qualitätsverluste bei der Bildbearbeitung komplett zu eliminieren.
„Von der Leistungsphase 0 bis zum finalen Verkauf“
Kevin, ihr entwickelt euch rasant weiter. Wo geht die Reise für VisioPlan in der Zukunft hin?
Kevin Fechner: Unser Herzstück ist aktuell die fotorealistische und abstrakte Visualisierung. Aber unsere Vision geht viel weiter: Wir wollen die Immobilien-Projektentwicklung von der Leistungsphase 0, also der allerersten Idee, bis zum finalen Verkauf begleiten. Zukünftig sehen wir die KI-Visualisierung nicht mehr nur als schönes Bild für ein Bauschild, sondern als zentralen Datenpunkt. Sie wird zur gemeinsamen Sprache für alle Beteiligten – egal ob Architekten, Bauherren oder bei der Bürgerbeteiligung für öffentliche Projekte.
Das klingt nach einem sehr ganzheitlichen Ansatz. Habt ihr dafür schon konkrete Lösungen in der Pipeline?
Kevin Fechner: Absolut. Wir haben gerade erst Updates ausgerollt, die typische Kinderkrankheiten der Branche lösen – etwa den „Generation Loss“, also den Qualitätsverlust, wenn man ein Bild in der Software mehrfach weiterbearbeitet. Das passiert bei uns nun nicht mehr. Zudem arbeiten wir an Automatisierungen, bei denen wir in frühen Projektphasen Flurstücke abrufen und KI-generierte Kubusse auf dem Grundstück visualisieren können. So erhalten unsere Kunden bereits beeindruckende Visualisierungen und Entscheidungsgrundlagen, obwohl noch gar kein detailliertes Gebäude geplant ist. Unser Ziel ist es, dass Anwender in Zukunft nur noch strategische Entscheidungen treffen müssen, während unsere KI die harte Detailarbeit übernimmt.
„Einen Fuß in die Tür“
Gibt es noch etwas, das ihr abschließend ergänzen möchtet?
Kevin Fechner: Ich möchte Groundbreakers ein großes Dankeschön aussprechen. Der PropTech- und ConTech-Markt wird aktuell von Start-ups überflutet, was es für etablierte Unternehmen aus dem Bausektor schwer macht, die wirklich guten Lösungen herauszufiltern. Eure Vorauswahl nimmt den Unternehmen unglaublich viel Arbeit ab und gibt Start-ups wie uns die Chance, überhaupt einen Fuß in die Tür zu bekommen, um solche tollen Pilotprojekte im Bereich Fertighausbau umzusetzen.
Katrin Richter: Dem kann ich absolut zustimmen. Es ist super, dass ihr diese Vorarbeit für uns leistet. Wir bedanken uns herzlich.

